Wissenschaftler beweisen Wirksamkeit von Gesichtsmasken zur Verhinderung der Virusübertragung in Deutschland.

Die Maskenpflicht hat erheblich dazu beigetragen, die Ausbreitung der Coronavirusinfektion in Deutschland einzudämmen. Dies geht aus einem Diskussionspapier hervor, das am Montag von vier Universitäten in Deutschland und Dänemark veröffentlicht wurde.

Beim Vergleich von Daten aus Jena, der ersten deutschen Stadt, die das Tragen einer Atemschutzmaske bzw. eines Mundschutz zur Pflicht gemacht hat, mit anderen Städten des Landes, stellte das Papier fest, dass die Gesichtsmaskenpflicht dazu beigetragen hat, die Gesamtzahl der registrierten COVID-19-Fälle innerhalb von zehn Tagen nach ihrer Einführung um 2,3 bis 13 Prozent zu senken.

Obligatorische Gesichts- bzw. Atemschutzmasken haben “zu einer Verlangsamung der COVID-19-Entwicklung in Deutschland beigetragen“, so das Papier, das die tägliche Zuwachsrate der gemeldeten Infektionen in Deutschland um etwa 40 Prozent reduzierte.

Die Zahl zeige deutlich eine “sich allmählich vergrößernde Kluft” in der kumulativen Zahl der COVID-19-Fälle zwischen Jena und vergleichbaren Städten ohne Gesichtsmaskenpflicht, so der Bericht.

Zwanzig Tage nach der Einführung der Maskenpflicht in Jena stieg die Gesamtzahl der registrierten Fälle nur um 16 statt 62, von denen das Papier annahm, dass sie ohne die Maßnahme gemeldet worden wären.

Das Tragen von Gesichtsmasken ist eine sehr kosteneffiziente Maßnahme zur Bekämpfung von COVID-19“, heißt es in dem Papier, das von Wissenschaftlern der deutschen Universitäten Mainz, Darmstadt und Kassel sowie der Sonderborg Universität in Dänemark verfasst wurde.

Die Wissenschaftler forderten zudem “weitere systematische Kausalanalysen der verschiedenen Gesundheitsmaßnahmen, die zur Bekämpfung der Verbreitung von COVID-19 durchgeführt werden“.